Erstellt von Anke Hoffmeister

Mit einer Finanzspritze für „ihren“ Kindergarten ging Angela Grützmann am Freitagabend vom Lichterlauf nach Hause. Ganz unverhofft hatte sie einen Scheck über 500 Euro überreicht bekommen. Unternehmer Marco Gerling hatte ihn mitgebracht.

Tangermünde l Damit hatte Angela Grützmann, Leiterin der Johanniter-Kindertagesstätte „Kleine Ritter“, am Freitag nicht gerechnet. Sie war eigentlich zum Lichterlauf in die Tangermünder Innenstadt gekommen, um ihre Kollegen anzufeuern, die mit einer Staffel über die 10,8 Kilometer an den Start gegangen waren. Dass es im Anschluss noch eine Spende geben würde, wusste sie nicht. „Auch für uns war es eher eine spontane Aktion“, berichtete jetzt Carsten Birkholz vom organisierenden Elbdeichmarathonverein.

Bereits mehrfach hat Marco Gerling, Geschäftsführer des Intensivpflegedienstes Vita Amare, Geld an den Verein Kinderlachen und die Neven-Subotic-Stiftung überreicht. Während des dritten Lichterlaufes in der Kaiserstadt, an dem auch Vita Amare selbst mit drei Staffeln an den Start gegangen war, überreichte Gerling 500 Euro an die Tangermünder Kita. „Angela Grützmann war gerade in der Nähe. Da haben wir gedacht, sie wäre der richtige Empfänger“, erzählte Birkholz. Außerdem nutzte Gerling den Auftritt während der Siegerehrung, um weitere 1500 Euro an die Stiftung zu übergeben. Deren Ziel ist es derzeit, Schulen in Äthiopien mit Wasserbrunnen auszustatten.

Eine Überraschung gab es auch für die Mitarbeiter des Humanas-Seniorenwohnparks in der Jägerstraße. „Humanas war mit den meisten Staffeln an den Start gegangen und wurde deshalb als der sportlichste Arbeitgeber ausgezeichnet“, erklärte Carsten Birkholz. Der Preis: ein Gesundheitstag unter Leitung der AOK.

Bewegt ist nicht nur Carsten Birkholz, sondern sind auch viele andere aktive Mitwirkende des Lichterlaufes von dem Auftritt der Läuferin Nadine Grothe. „Sie hatte sich während der Siegerehrung das Mikrofon genommen und erklärt, dass sie bei vielen Läufen dabei sei, doch die Läufe in Tangermünde für sie immer die schönsten wären“, berichtete er. „So ein öffentliches Lob ist einfach etwas Wunderbares.“

Erfahrene Sportlerin lobt die Tangermünder Läufe
Und das konnten die fast 60 Helfer nach dem dritten Lauf durch die Tangermünder Innenstadt auch gebrauchen. „Der Auf- und Abbau innerhalb nur weniger Stunden ist sehr, sehr anstrengend“, sagte Birkholz. Mit dem Elbdeichmarathon sei das gar nicht vergleichbar. Zumal die Temperaturen am Freitag bei weit über 30 Grad Celsius lagen und allein die aktiven Läufer fast 400 Liter Wasser und alkoholfreies Bier benötigten, um ihren Flüssigkeitsverlust auszugleichen.

Und doch soll es auch 2017 wieder einen Lichterlauf geben. Nur der Termin steht noch nicht fest. „Schön wäre es, wenn sich Menschen finden würden, die technisches Verständnis haben und uns beim Aufbau von Zeitmessung und Netzwerk unterstützen könnten“, sagte Carsten Birkholz mit Blick in die Zukunft. Doch auch jeder, der mit anpacken möchte, ist willkommen – privat und im Team. So hatte Saxonia in diesem Jahr die Straßensperren überwacht. „Das hat wunderbar funktioniert.“ Aber auch an vielen anderen Punkten wird Hilfe bei diesem Lauf benötigt.

„Die Startnummernausgabe im Foyer der Sparkasse hat sich als sehr angenehm erwiesen“, sagte Carsten Birkholz mit einem Blick zurück. Statt im großen Zelt auf dem Markt durfte der Verein erstmals diesen Ort nutzen und genoss es, an einem schattigen und kühleren Platz für die Aktiven da zu sein.