Tangermünde (rh). 66 Staffeln mit zwei bis vier Läufern, 75 Lauffreudige über den langen Kanten, 70 Männer und Frauen über die 5,4 Kilometer und nicht zu vergessen 68 Kids beim Kinderlauf – also rund 500 Läufer, das ist die stolze Bilanz des 2. Tangermünder Lichterlaufs.

Die Kaiserstadt glänzte am vergangenen Freitag allerdings nicht nur als sportliches Lauf-Mekka. Die fünfte Auflage des Tangermünder Vollmondflairs lockte neben den Sportlern auch Shopping-Wütige (die Geschäfte hatten bis 22 Uhr geöffnet), Nachtschwärmer und Neugierige in die historische Altstadt. Dementsprechend war die Stimmung – überragend. Fast durchgängig bildeten die zahlreichen Zuschauer an der knapp 1,1 Kilometer langen Strecke durch die City ein Spalier für die Läufer. Nach dem Start am Rathaus ging es die Lange Straße in Richtung Stendaler Straße, wo hinter dem Neustädter Tor eine Kehre die Aktiven auf die Kirchstraße schickte. Diese wurde bis fast zum Ende – dem Vorplatz der St. Stephanskirche – durchlaufen, ehe die Kehre alle Teilnehmer wieder auf die Lange Straße führte. Egal ob im Straßencafé, an einem der unzähligen Grillstände, beim gediegenen oder zünftigen Abendbrot vor den Restaurants, ja sogar aus den Fenstern der Häuser – die Läuferinnen und Läufer wurden aus allen „Rohren“ angefeuert.

Am Abend wurde dann gemeinsam gefeiert. Ob Sportler oder Zuschauer, sei es auf dem Markt zu den Klängen von Radiostar oder den anderen Live-Performern beispielsweise im Elbgarten – der Abend endete, wie er angefangen hatte – in einer genialen Atmosphäre.

Zum Sportlichen: Die Laufgruppe Wassersuppe 2 gewann den Staffelwettbewerb mit einer Fabelzeit von 36 und einer halben Minute. Eine halbe Minute war es in etwa auch, welche das Team Vorsprung hatte. Für noch klarere Verhältnisse sorgte Frank Schauer auf der 10,8 Kilometer-Strecke. Mehr als zwei Minuten Vorsprung lief sich der Aktive des gastgebenden Elbdeichmarathonvereins heraus (35:39,8). Auf den Medaillenrängen folgten Martin Butzlaff (SC Magdeburg) und Mario Becker (Team Foersterstraße). Schnellste Frau war Jeannette Brauer von den Osterburger Triathlonfüchsen (47:45,2) vor Berit Henze (Tangermünde) und Diana Budde.

Über die kurze Distanz (5 Runden/5,4 km) machten die gebürtigen Lokalmatadoren und Jungspunde Marcel Ebel (Jahrgang 1995) und Toni Gehne (1998) – beide in Diensten des SC Magdeburg – den Sieg unter sich aus. Ebel baute seinen zunächst hauchdünnen Vorsprung nach der ersten Schleife kontinuierlich bis auf mehr als 30 Sekunden aus. Dritter wurde der Rossauer Routinier Roland Bäumler (M50). Bei den Frauen überzeugte die Jugendliche Jona Bauer (2002) aus Schinne und siegte vor Stefanie Schulze und Evelyn Gehne.

Spannend bis zum Zieleinlauf und der Auswertung der Transponder verlief das Rennen der Jüngsten im Bunde. Friederieke Grobler vom SV Germania Tangerhütte durchlief das Ziel einen Wimpernschlag vor Mira Louisa Matthies (Jerichow). Dritte wurde Josephine Paproth (G. Tangerhütte.). Bei den unterlegenen Jungs waren Emil Wydmuch, Jonah Enoch und Colin Krach die Besten.